Schulungsübersicht
Tag 1 – BIG-IP-Architektur & Plattformverwaltung
• Netzwerk-Einführungen – OSI-Modell (L2–L7), Lastverteiler auf L4/L7; IP-Adressierung und Subnetting, zugeordnet zu BIG-IP Self IPs und VLANs.
• Theorie 1 – TMM-Verarbeitungsarchitektur für Datenverkehr; Datenfluss von Client → virtueller Server → Pool-Mitglied; Geräte Modi, administrative Partitionen und rollenbasierte Zugriffskontrolle (relevant für Anforderungen zur Trennung der Pflichten im Bankwesen); Lizenzierung und Module Bereitstellung (LTM, AVR).
• Theorie 2 – Navigation in der TMUI und effiziente GUI-Workflows; tmsh-Essentials; Konfigurations-Sicherung und -Wiederherstellung mit UCS-Archiven; Überblick über Hardware- vs. Virtuelle Editionen und deren Einsatz in Bank-Datenzentren.
• Labor (3 Std.) – „Verkehr zum Fliessen bringen“ – Einrichtungsarbeiten (VLANs, Self IPs, Routen), Erstellung von Nodes, Pool und Health Monitor, Aufbau des ersten virtuellen Servers, Überprüfung des Datenverkehrs zu den Backend-Anwendungsservern, UCS-Sicherung erstellen.
Tag 2 – Kernlastverteilung & SSL/TLS
• Netzwerk-Einführungen – TCP/UDP-Handshake und Port-Konzepte; HTTP-Methoden, Header, Statuscodes, Keep-alive.
• Theorie 1 – Typen von virtuellen Servern; Design von Pools, Nodes und Monitoren; Lastverteilungsalgorithmen; TCP/HTTP-Profile und Verbindungswiederverwendung; Anwendung auf Internet-Banking- und API-Traffic-Patterns.
• Theorie 2 – SSL/TLS-Offloading und Zertifikatsverwaltung (Import von Schlüssel/Zertifikat, Ketten, Chipher-Policy – abgestimmt auf typische Banking-Sicherheitsbaselines); Persistenzmethoden (Cookie, Quelladresse) und deren Anwendungsbereiche; Einführung in iRules mit einfachen Lesebeispielen (Weiterleitungen, Einfügen von Headern).
• Labor (3 Std.) – Aufbau eines HTTPS-Virtuellen Servers mit SSL-Offloading für ein simuliertes Banking-Portal, Konfiguration der Cookie-Persistenz, Validierung der Zertifikatskette im Browser, Anwenden einer einfachen Weiterleitungs-iRule, Beobachtung des Failovers von Pool-Mitgliedern durch Monitore.
Tag 3 – Hohe Verfügbarkeit & Betrieb
• Netzwerk-Einführungen – VLANs, Routing und ARP-Essentials; DNS-Auflösungsfluss und Record-Typen; Wiederholung des TLS-Handshakes.
• Theorie 1 – Device Service Clustering: Geräte-Vertrauen, Sync-Failover-Gruppen, Config Sync, Traffic Groups und Floating IPs; Failover-Verhalten und Kundenerlebnis; HA-Designüberlegungen für das Bankwesen (Dual-Datacenter-Muster, Wartung ohne Ausfallzeit).
• Theorie 2 – Betrieb in regulierten Umgebungen: lokale und remote Protokollierung (syslog, SNMP), AVR-Traffic-Analytik, Audit-Protokollierung von Administrationsänderungen, Upgrade- und Wartungsverfahren, Backup-Strategie und Grundlagen der Disaster Recovery; kurzer Ausblick auf Automatisierung (iControl REST) und WAF (ASM/Advanced WAF) als Folgethemen.
• Labor (3 Std.) – Aufbau eines Active/Standby-HA-Paars aus den zwei BIG-IP VEs pro Teilnehmer, Einrichtung von Geräte-Vertrauen und Config Sync, Durchführung eines erzwungenen Failovers bei Live-Traffic, Konfiguration von Remote-Syslog, Prüfung der Audit-Logs, letzte Sicherung; Kurswiederholung und Fragen & Antworten.
Laborumgebung
Jeder Teilnehmer erhält ein dediziertes, isoliertes Labor: zwei BIG-IP Virtual Edition-Instanzen (für die HA-Übung am Tag 3) plus geteilte Backend-Webservices, die Anwendungsebenen simulieren. Der Zugriff erfolgt vollständig browserbasiert über eine gesicherte Guacamole-Gateway – Teilnehmer benötigen lediglich einen Web-Browser, ohne VPN-Client oder lokale Softwareinstallation, was die Teilnahme von gesperrten Bank-Arbeitsplätzen erleichtert. Die Umgebung wird vor Tag 1 aufgebaut und validiert; jeder Teilnehmer beendet Tag 1 mit funktionierendem Datenverkehr durch seine eigene BIG-IP.
Voraussetzungen
Keine Vorerfahrung mit F5 erforderlich.
Grundkenntnisse in TCP/IP sind hilfreich, werden jedoch nicht vorausgesetzt. Jeder Tag beginnt mit kurzen Netzwerk-Einführungen (OSI-Modell, TCP/HTTP, DNS/TLS), die auf die F5-Inhalte des Tages zugeschnitten sind, um Teams mit unterschiedlichem Erfahrungsniveau auf ein gemeinsames Grundniveau zu bringen.
Zielgruppe: Netzwerk-Engineere, Sicherheits-Engineere sowie Mitarbeiter im Anwendungs-Support und Betrieb bei Banken und Finanzinstitutionen
Erfahrungsberichte (1)
Kommunikation, Wissen aus Erfahrung, Probleme lösen,
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